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Warum Frauen weniger verdienen als Männer:

Gewiss ein gewagter Titel für dieses sensible Thema in Zeiten von endlosen Gender Pay Gap Debatten und zunehmenden gesetzlichen Regulierungen in diesem Bereich. So trat in Island zum Jahresbeginn der Equal Pay Act in Kraft, welcher ungleiche Löhne für Männer und Frauen bei gleicher Qualifikation und Position gesetzlich verbietet. Auch Deutschland nimmt Kurs in diese Richtung: Seit dem 6. Januar dürfen von Arbeitnehmern Gehälter vergleichbarer Positionen im Unternehmen eingesehen werden und werden somit direkt vergleichbar.

Warum also dieser provokante Titel?

Wir wollen die Aufmerksamkeit unserer Leserinnen gewinnen und sie nun an dieser Stelle besänftigen – denn in diesem Beitrag wenden wir uns speziell an unsere Leserinnen. Und geben diesem Artikel den wahren Titel: 5 Tipps, wie Frauen das Gehalt bekommen, das ihnen zusteht.

Eine Studie an der Carnegie Mellon University untersuchte, weshalb Wirtschaftsabsolventinnen in den USA etwa 4000 Dollar weniger Einstiegsgehalt bekommen als Männer. Das Ergebnis ist so einfach wie aufschlussreich:

57 Prozent der Männer hatten über Ihr Einstiegsgehalt verhandelt, und lediglich sieben Prozent der Frauen taten es ihnen gleich.

Diese Tendenz entgeht Arbeitnehmern natürlich nicht: Sie wissen, dass Frauen statistisch seltener über ihr Gehalt verhandeln und sich zugleich mit weniger zufrieden geben. Folglich ist es nur logisch, dass Frauen weniger Gehalt geboten wird.

Die gute Nachricht: Der Verhandlungserfolg hat nichts mit dem Geschlecht zu tun! Jeder der Studie, der handelte – ob Frau oder Mann – erhielt im Durchschnitt gut 4.000 Dollar mehr.

Wie Frauen den statistischen Gehaltsunterschieden trotzen können, erfährst Du in den folgenden Tipps:

5 Tipps, wie Frauen das Gehalt bekommen, das ihnen zusteht

Tipp 1: Verhandle nicht, sondern –frage- nach mehr Geld

Frauen lernten schon als Mädchen, dass sie Männern besser nicht ihren Status streitig machen und wettbewerbsorientiertes Handeln als unweiblich gilt. So haben viele Frauen eine persönliche Abneigung gegen den Begriff „Verhandeln“ und vermeiden es daher zu handeln. Besser: Ersetze „Verhandeln“ in deinem Wortschatz durch „nach mehr Fragen“. Studien haben gezeigt, dass allein diese Umformulierung die Hemmschwelle zu verhandeln drastisch senkt.

Tipp 2: Verhandle nicht für dich selbst

Studien zeigen, dass Frauen weniger zögerlich sind, die Interessen anderer in Verhandlungen durchzusetzen, als ihre eigenen. Zugegeben, Deine Gehaltsverhandlung kann schlecht die beste Freundin übernehmen, doch: mache Dir klar, gar nicht für Dich selbst zu verhandeln, sondern für „Frauen allgemein“ oder für Deine Familie. Allein diese Vorstellung könnte es Dir leichter fallen lassen zu verhandeln.

Tipp 3: Finde die Interessen des anderen

Während Männer dazu neigen, den eigenen Vorteil zu sehen und einzelne Schlachten gewinnen zu wollen, neigen Frauen dazu, das große Ganze zu sehen. Zugleich haben Frauen ein feineres Gespür dafür, welche Interessen das Gegenüber tatsächlich hat. Nutze diese Fähigkeiten und entwickle so wahre Win-Win-Situationen in der Gehaltsverhandlung.

Tipp 4: Trenne Personen von Interessen

Frauen neigen in Gehaltsverhandlung dazu, zu leicht einzuknicken, um die gute persönliche Beziehung zum Gegenüber nicht zu gefährden. Trenne deshalb Personen von Interessen und ziehe klare Grenzen: „So, und jetzt zum Geschäftlichen.

Tipp 5: Gehöre nicht zu den 93 Prozent der Frauen, die nicht verhandeln: Einfach machen!

Dieser Tipp scheint auf den ersten Blick trivial, doch: Die meisten Vorhaben scheitern nicht an der Umsetzung, sondern am fehlenden Start. Mit der richtigen Vorbereitung auf die Gehaltsverhandlung steht Deinem Erfolg nichts mehr im Wege. Bedenke: Was kannst Du dabei verlieren? Nichts. Oder: Du kannst ja mal nach mehr Geld fragen!

 

Du siehst, Frauen haben keinen Grund, in Gehaltsfragen Männern nachstehen zu müssen. Wie in fast jeder Lebenslage haben wir die Wahl:

  1. Den Umständen die alleinige Verantwortung für das Problem geben und sich in die machtlose Opferrolle begeben. Oder:
  1. Sich mit diesem Hintergrundwissen und den notwendigen Fähigkeiten der fehlenden statistischen Lohngleichheit trotzen und das Glück in die Hand nehmen.

 

Es steht nicht zur Debatte, dass es in vielen Fällen unfair zugeht. Doch anstatt auf das jüngste Gericht zu warten: Initiative ergreifen und den eigenen Wert durchsetzen! Wenn Du nach mehr fragst, hast Du vielleicht eine 50 % Chance, es zu bekommen. Fragst Du nicht, liegt die Chance bei 0 %.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner nächsten Gehaltsverhandlung und stehen Dir gerne zur Seite!

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